Die Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und
Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters bietet für das gesamte Spektrum der kinder- und jugendpsychiatrischen Störungsbilder die Möglichkeit einer stationären, teilstationären und ambulanten Behandlung. Im Forschungsbereich werden verschiedene Fragestellungen von Grundlagenforschung bis hin zu rein klinisch psychiatrischen Aspekten untersucht (z.B. Fragebögen, Interviews, neurokognitive Testungen, Eye Tracking, Genetik, MRT, TMS-EEG). Schwerpunkte liegen in den
Bereichen affektive Störungen (Depression, Angststörungen), Anpassungs- und posttraumatischen Belastungsstörungen, Verhaltensauffälligkeiten, Entwicklungsstörungen mit körperlichen Faktoren (Schlafstörungen, Essstörungen) sowie Neuronale
Entwicklungsstörungen (ADHS, Autismus, Tic/Tourette). Die Klinik ist zudem in zahlreichen Drittmittel-geförderten Projekten und Forschungsverbünden involviert. Somit ergibt sich ein einzigartiges Umfeld mit exzellenten Möglichkeiten zur wissenschaftlichen Arbeit. Die Promotionsstelle wird gemäß § 2 Abs. 1 des
Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG) durch die Marga und Walter Boll-Stiftung Köln für drei Jahre gefördert. Gegenstand des Projektes ist die Untersuchung der Intra-Individuellen Variabilität bei Neuronalen Entwicklungsstörungen, mit Schwerpunkt ADHS im Kindesund Jugendalter. Intra-individuelle Variabilität (IIV) bezeichnet kurzfristige, endogene Performanz Schwankungen. Die starke Erhöhung der IIV gilt als
eine der deutlichsten und robustesten Auffälligkeiten bei ADHS und bildet einen Schwerpunkt der Forschung der Klinik. Ziel des Projektes ist die Klärung der Frage, ob es sich bei der erhöhten IIV um ein einheitliches Phänomen oder um unterscheidbare Teilphänomene handelt und
inwieweit erhöhte IIV diagnostisch spezifisch für ADHS ist. Auf der Grundlage der Ergebnisse dieses Projektes können weitere Grundlagenstudien und eine testpsychologische Ergänzung der klinischen Diagnostik konzipiert werden.